Indonesien - Im Land der tausend Inseln und Vulkane


Mit einem Zwischenstopp in Singapur und einigen Inlandsflügen haben wir ab dem 03.07.2015 innerhalb von 4 Wochen das Inselreich Indonesien entdeckt und erkundet. Von Sumatra ging es über Gili Meno und Bali schließlich nach Java.


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03. JULI 2015 - VON DÜSSELDORF VIA ABU DHABI NACH SINGAPUR

 

Nach fast einem 3\4 Jahr Vorbereitung und Detailplanung ist es so weit, unsere Schreibtische sind aufgeräumt, die Reisetaschen gepackt und nach einer letzten Nacht im eigenen Bett werden wir von Ma und Pa um kurz vor 9 Uhr morgens am Düsseldorf International Airport abgesetzt. Wir haben jetzt schon 25 Grad, eine geradezu ideale Vorbereitung auf Südostasien.

In NRW sind seit 1Woche Sommerferien und dementsprechend rummelig wird es an den Check-In Schaltern. Wir haben jedoch Glück und der Check-In bei Etihad Airways, sowie die Sicherheitskontrolle sind schnell geschafft. Jetzt wird erst mal bei einem Glas Sekt auf unseren Urlaub und 4 Wochen „Abenteuer Indonesien“ angestoßen. Unser Airbus A340 nimmt pünktlich um kurz nach 12 Kurs auf Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Um kurz vor 21 Uhr erreichen wir Abu Dhabi und müssen uns ein wenig  beeilen, denn der Anschluss nach Singapur geht bereits um 22 Uhr. Da die Maschine noch nicht betankt wird, starten wir mit einer Stunde Verspätung, ohne zu ahnen was uns in Singapur erwarten wird…


04. JULI 2015 - CHAOS IN SINGAPUR

 

Ein wenig übernächtigt landen wir in Singapur bei 30 Grad und knapp 100% Luftfeuchtigkeit. Die Einreisen geht schnell, aber als wir dann am Gepäckband stehen und unser Name aufgerufen wird beschleicht mich ein ungutes Gefühl, dass sich kurz darauf in Gewissheit verwandelt… BEIDE REISETASCHEN sind in Abu Dhabi geblieben und kommen erst morgen früh mit dem nächsten Flieger während wir auch wieder im Flieger nach Sumatra sitzen. Das heißt mindestens 2 Tage ohne frische Wäsche, Zahnbürste… Der Albtraum wird zur Wirklichkeit.

Da die Situation nicht zu ändern ist nehmen wir ein Taxi zum Hotel, checken ein und stürzen uns direkt in die pulsierende Megacity Singapur.
Hier mischen sich Hochhäuser mit alten kolonialen Gebäuden und Malayen mit Chinesen und Indern. Obwohl wir ziemlich in unserem eigenen Schweiß gebadet und völlig übermüdet sind, zieht uns diese Stadt sofort in Ihren Bann. Der krönende Abschluss ist der Blick von der 52. Etage des Marina Bay Sands Hotel auf die Stadt im Abendrot.

Nach so vielen Stunden auf den Beinen und dem ganzen Chaos schmeckt das Tiger Bier zu Pizza und Pasta besonders gut. Und dann heißt es auch ganz schnell ins Bett, denn um 4.30 klingelt schon wieder der Wecker und wir müssen erst mal ohne Gepäck weiter nach Sumatra!


05.-07. JULI 2015 - SUMATRA: SCHLAFEN BEI DEN ORANG UTANS

8 Uhr Sumatra - Indonesien, wir sind gut gelandet und müssen jetzt erst einmal wieder schauen, dass alles weitere für unser Gepäck angeleiert wird...

Nach der Einreise werden wir von Sam unserem Fahrer für die nächsten 10 Tage empfangen und innerhalb von 3 Stunden bringt er uns nach Bukit Lawang, dass Tor zum Gurung Leuser Nationalpark. Hier quartieren wir uns in der Eco Lodge ein und da nichts weiter auf dem Programm steht, genießen wird den tropischen Garten und das gute Essen. Dumm nur, dass das Autan im Hauptgepäck ist, denn es wimmelt von Moskitos und wir haben erste recht beeindruckende Stiche. Am Abend kontaktieren wir noch einmal den Airport in Medan und das ist auch gut so, denn erst als wir die Kosten für ein Taxi übernehmen, wird uns die Zustellung am nächsten Tag zugesichert, wir sind gespannt.

Nach einer tropisch-warmen Nacht, starten wir zu einem Tagestrek in den Regenwald und bereits nach wenigen Minuten sind wir umgeben von Lianen, riesigen Ameisen, den Geräuschen des Dschungels und der Schweiß rinnt in Strömen. Und dann ist es tatsächlich so weit, wir treffen auf eine, in freier Wildbahn lebende Orange Utan Familie. Zur Begrüßung wird der Rucksack von Bendit unserem Ranger, mit einem riesigen stinkenden Affen-Schiß garniert. Das Muttertier und die Jungen kommen sogar so nah, dass wir sie mit Bananen füttern können, ein unvergessliches Erlebnis. Nach einem Picknick und einem erfrischenden Bad im Fluss geht es per Rafting zurück in die Lodge UND unser Gepäck ist tatsächlich da!!!

Jetzt können wir nach 2 Tagen im Regenwald unbeschwert aufbrechen in Richtung Berastagi und dem Vulkan Sinabung, der vor knapp 2 Wochen wieder erste Aktivitäten zeigte...


07.-10. JULI 2015 - SAMOSIR: DIE VERWUNSCHENE VULKANINSEL

 

Von Bukit Lawang müssen wir zunächst zurück nach Medan um von dort aus die Straße hinauf ins Bergland nach Berastagi zu nehmen. Je näher wir Berastagi und somit auch dem Vulkan Sinabung kommen, desto mehr ist die Natur, die Dächer und Autos von grauem Lavastaub bedeckt. Im Ort selber ist es so schlimm, dass wir einen Mundschutz tragen müssen und der Staub unglaublich in Nase und Rachen brennt. Da wir nun wirklich keine Lust auf Katastrophentourismus haben, planen wir kurzer Hand um und nehmen direkt Kurs auf den Toba See.

Am Abend erreichen wir Parapat am Ufer des Vulkansees um von hier am nächsten Morgen auf die Insel Samosir überzusetzen. Die Fähre setzt uns direkt an unserem urgemütlichen Hotel Tabo Cottages ab, dass uns in den nächsten 2 Tagen mit einer traumhaften Lage, vorzüglichem Essen und Massagen verwöhnt.
Bei Wanderungen und einer Jeep-Tour erkunden wir diese mystisch verwunschene Insel und treffen immer wieder auf ihre äußerst freundlichen Ureinwohner, die „Batak“, die immer noch weitestgehend in den typischen Holzhäusern mit den gebogenen Satteldächern leben, mit Wasserbüffel die Felder bestellen und wo die Zeit ein wenig stehen geblieben zu sein scheint.

Dies ist ein Ort an dem wir gerne noch ein wenig länger geblieben wären….


10.-14. JULI 2015 - ÜBER DEN ÄQUATOR ZU DEN MINANGKABAU

Nach 2 Tagen heißt es leider schon wieder Abschied nehmen von Samosir, unserer schönen Unterkunft und der zauberhaften Landschaft. Am Bootsanleger in Parapat erwartet uns Sam und unser heutiges Ziel ist Sipirok, eine Zwischenstation auf dem Weg nach Westsumatra.

Auch heute zeigt sich wieder, wie fruchtbar das Land ist, wir halten an Kaffee- und Ananasplantagen und unser Weg ist gesäumt von saftig grünen Reisterrassen. Was sonst noch so alles in die Küche und auf den Tisch kommt, erfahren wir beim Besuch eines lokalen Wochenmarktes und hier stellt sich schnell die Frage ob wir die einheimischen interessanter finden oder umgekehrt. Gelacht haben wir zusammen mit den so freundlichen Indonesiern auf jeden Fall viel…

Unser Transit-Hotel auf dem Weg nach Bukittinggi entpuppt sich als ziemliche Absteige, die gerade renoviert wird und wo wir außer 4 Dänen die einzigen Gäste sind. Wie gut, das wir unsere Jugendherbergs-Schlafsäcke dabei haben und das es ausreichend Bier gibt.

Der nächste Tag ist mit 350 Kilometern Fahrstrecke für indonesische Verhältnisse ziemlich weit und somit sind wir fast 11 Stunden unterwegs. Auch heute ist der Weg gesäumt von beeindruckenden Landschaften, reißenden Flüssen und Gewürzplantagen.
Kurz vor Bukittinggi haben wir dann die einmalige Möglichkeit mit einem Fuß auf der Nord- und dem anderen auf der Südhalbkugel zu stehen, denn wir überqueren den Äquator.

Bukittinggi selber hat außer einem Clocktower, einem Fort aus holländischer Zeit und unzähligen Moscheen, von denen gerade jetzt zur Zeit des Ramadan der Muezzin besonders oft „schreit“, nicht viel zu bieten.
Dafür ist die Landschaft um Bukittinggi umso schöner, denn sie wird überragt von 2 Vulkanen, dem aktiven Singallung und dem inaktiven Merapi. Unterhalb des Singallung liegt der Sianok Canyon, den wir in einer ziemlich schweißtreibenden Wanderung durchqueren. Die Landschaft ist geprägt von Reisfeldern und den typischen Häusern der Minangkabau mit ihren geschwungenen Dächern und hohen Giebel. Der Besuch des Danau Maninjau, eines weiteren Vulkansees, der auch Spiegelsee genannt wird ist ein beeindruckender Abschluss unserer Zeit auf Sumatra, der größten Insel Indonesiens.


14. JULI 2015 - AUF NACH LOMBOK ODER INDONESIEN UND DIE VULKANE

 

Unser letzter Tag auf Sumatra startet bereits um 5.30 Uhr mit einer 2 stündigen Fahrt zum „Minangkabau“ – Airport in Padang. Gestern Abend haben wir noch durch eine SMS aus Deutschland erfahren, dass auch auf Java ein Vulkan aus dem Schlaf erwacht ist und dadurch sowohl der Airport auf Bali als auch unser Zielflughafen auf Lombok zeitweise geschlossen wurden. Somit erreichen wir den Flughafen mit einem etwas mulmigen Gefühl, ob wir unser nächstes Ziel überhaupt ohne größere Probleme erreichen.

Beim Check-In dann die erlösende Nachricht, der Flughafen Mataram auf Lombok ist seit heute Morgen wieder geöffnet…

Da es keinen Direktflug nach Lombok gibt, geht es zunächst mit der Lion Air nach Jakarta. Dafür, dass diese Fluglinie in Deutschland auf der „ Schwarzen Liste“ steht, sind die Maschinen und der Flug selber einwandfrei.

Aber wir wären ja nicht in Südostasien, wenn alles planmäßig verlaufen würde, denn der Weiterflug um 15 Uhr entfällt und wir müssen die späte Maschine um 20.00 Uhr nehmen. Froh, dass dann doch alles weitestgehend reibungslos geklappt hat erreichen wir Lombok und freuen uns schon wahnsinnig auf morgen früh, denn dann geht es mit einem kleinen Boot zu den „Weißen Stränden von Gili Meno“ …


15.-18. JULI 2015 - AN DEN WEISSEN STRÄNDEN VON GILI MENO

 

Unsere erste Nacht, die auf Grund der späten Ankunft auf Lombok nur 4 Stunden dauert, verbringen wir in den „Quinci Villas“, einem Resort direkt am Strand. Die Ausstattung der Bungalows mit Außenbad und die tropische Anlage die bis ins kleinste Detail gestaltet ist, machen uns einfach sprachlos.

So schön die Anlage auch ist, wir wollen nun endlich auf die kleinste und ruhigste der Gili Inseln, nach Gili Meno. Da die Inseln direkt vor der Küste Lomboks liegen, stehen wir bereits nach einer 15 minütigen Fahrt mit einem Speedboad auf dem silbrig weißen Sand von Gilli Meno.

Die nächsten 3 Tage schlafen wir in einem kleinen gemütlichen Bungalow des Gacebo Meno Hotels direkt am Strand. Die Tage verbringen wir mit langen Strandspaziergängen, Muscheln suchen und schnorcheln im Meer. Die Cocktails schmecken beim Relaxen auf der Strandliege besonders gut und nach traumhaften Sonnenuntergängen genießen wir frischen Fisch, Muscheln und Gambas beim Beach BBQ.

Alles in Allem kommen uns die Tage auf dieser noch weitestgehend unberührten Insel vor, wie eine Auszeit im Paradies. Schade nur, dass auch diese Zeit irgendwann vorüber ist, aber wir haben ja noch 2 Wochen vor uns und dürfen uns nun auf Bali, die Insel der Götter freuen…


18. JULI 2015 - MIT DEM SPEEDBOAT NACH SANUR

10.30, ein kleines Fischerboot wartet um uns auf die benachbarte Insel Trawangan zu bringen. Hier ist schon eher Party angesagt und wir sind froh die letzten Tage auf dem kleinen geruhsame Gilli Meno verbracht zu haben.

Nun bringt uns ein Speadboat des „Blue Water Express“ in 2 ½ Stunden entlang der balinesischen Küste nach Sanur. Wir dürfen, was in Deutschland nie erlaubt wäre, auf dem Dach sitzen, lassen uns die Sonne ins Gesicht scheinen und werden ab und an von einer Welle Meerwasser abgekühlt.

In Sanur beziehen wir für eine Nacht ein schönes Strandhotel, schlendern durch den Ort und stellen sehr schnell fest, dass zumindest dieser Ort fest in der Hand von Neckermann und TUI Pauschaltouristen ist. Sehr erstaunlich denn der Strand hat so gar nichts Paradiesisches und am Abend herrscht hier im wahrsten Sinne des Wortes „ Ebbe“. Dafür schlemmen wir vom allerfeinsten direkt am Strand Gambas, Muscheln und Hummer.

Den Bauch vollgeschlagen und müde von so viel Sonne und Meer, sind wir gespannt auf die „Tempel des Südens“ …


19. JULI 2015 - DIE TEMPEL DES SÜDENS

Sanur – Bali, 9.00 Uhr: neuer Tag, neues Glück äh unser neuer Guide „Sake“, der uns heute die „Tempel des Südens“ zeigen soll.

Zunächst erhalten wir von Sake die Info, wir hätten 3 Stunden zusätzlich Zeit, denn sonst wären wir zu früh am letzten Tempel und müssten zu lange auf den dort um 18 Uhr stattfindenden „Kecak“ Tanz warten. In dieser Zeit könnte er uns ein paar Künstlerwerkstätten zeigen und da er den Programmablauf am besten kennen sollte, stimmen wir zu. Wir erstehen in der Silberwerkstatt auch gleich ein paar Mitbringsel, die Holzschnitzer und Maler sind uns dann aber doch ein wenig zu teuer.

Dann ist es auch an der Zeit den ersten Tempel „Tirta Pura Ajun“ zu erkunden, der ein besonders schönes Beispiel balinesischer Tempelarchitektur ist und so gar nicht auf dem Programm der „Neckermänner“ zu stehen scheint. Dies ändert sich schlagartig am „Tanah Lot“ Tempel … hier pilgern Scharen an weißhäutigen mit Bermuda, Tanktop und Badelatschen bekleidete Europäer die Klippen entlang um einen Blick auf den auf einem Felsen im Indischen Ozean liegenden Tempel zu werfen.

Auf dem Weg zum letzten Tempel für heute, geraten wir in Denpasar in den typischen Feierabend Verkehr und ganz im Gegenteil zu heute Morgen haben wir auf einmal keine Zeitreserven mehr und Sake versucht uns mitzuteilen, dass wir wahrscheinlich weder den Sonnenuntergang noch den „Kecak“ Tanz mitbekommen werden. Zu allem Überfluss versucht er auch noch uns die Schuld in die Schuhe zu schieben, aber nach dem er dies zum wiederholten Male probiert, werden 2 bisher recht relaxte Europäer etwas deutlicher und siehe da, wir erreichen den Tempel von Uluwatu in aller letzter Minute. Der Dämonen- und Feuertanz ist vor der Kulisse der im Indischen Ozean untergehenden Sonne ein unvergessliches Erlebnis.

Nach so einem ereignisreichen Tag erreichen wir zu später Stunde Ubud, in den Ausläufern der zentral-balinesischen Berge.


19.-21. JULI 2015 - UBUD UND DIE KÖNIGSGRÄBER

Von dem ehemaligen kleinen Künstlerdorf Ubud ist heute nicht mehr viel erhalten. Viele Strandtouristen machen mittlerweile Tagesausflüge hier her und so wird die kleine Innenstadt, die sich entlang zweier Hauptstraßen zieht tagsüber von Touristenscharen bevölkert.

Uns zieht es heute aber auch zunächst hinausaus aus der Stadt, denn die Landschaft um Ubud ist geprägt von vielen kleinen Tälern und unendlichen Reisterrassen, wo wir den Bauern mal wieder bei der Arbeit zuschauen können.

In einem kleinen verwunschenen Tal liegen dann die Gräber der ehemaligen Könige von Ubud „Gunung Kawi“. Vor den gewaltigen in Stein gehauenen Grabanlagen erstellen einige Frauen aus den umliegenden Dörfern die Opfergaben aus Bambus und Blumen für die Tempel und wir dürfen Ihnen bei der Arbeit über die Schulter schauen.

Unweit von Gunung Kawi liegt ein weiterer bedeutender Tempel, der „Puri Tirta Empul“, der Tempel des heiligen Wassers. Hier baden in zwei Pools die balinesischen Hindus und bringen zahlreiche Blumenopfer dar. Das Ganze erinnert uns ein wenig an unseren Besuch in der heiligsten Stadt der Hindus, in Varanasi - Indien.

Zurück in Ubud streifen wir ein wenig durch die Straßen und unzähligen Shops, bevor wir uns dann eine 1 ½ stündige Massage für nur 10€ gönnen. Am Abend gibt es dann mal wieder nach langer Zeit etwas europäisches, Bacon Burger und Pommes, wobei ein Fläschchen Bier natürlich auch nicht fehlen darf.


21.-22. JULI 2015 - EINE KÖNIGLICHE NACHT IN TIRTAGANGGA

Heute geht es von Ubud weit in den Osten Balis zu den Wasserpalästen Tirtaganggas. Doch auf dem Weg dorthin gibt es einiges zu sehen und zu erkunden. So setzt uns unserer Fahrer zunächst an einer Kaffeeplantage ab, allerdings an keiner gewöhnlichen, denn hier gibt es den teuersten Kaffee der Welt, den „Luwak“ Kaffee. Dieser Kaffee ist so teuer, da die Bohnen zunächst von der Luwak Katze gefressen und wieder ausgeschieden werden, bevor der normale Röstprozess stattfindet. Was sich zunächst als nicht wirklich appetitlich anhört, entpuppt sich beim Probieren als sehr leckerer, koffeinarmer Kaffee.

Bei einem weiteren Stopp sind wir Zuschauer bei einem für Bali typischen Barong-Tanz. Zu lauter Musik werden hier bunte und Maskenreiche Geschichten aus dem großen Hindu-Epos, dem Ramayana aufgeführt. Ein weiterer Halt ist am Höhlentempel „Goa Lawin“, der von unzähligen Fledermäusen bewohnt wird, bevor wir dann gegen Mittag Tirtagangga erreichen.

Insgesamt erkunden wir in Tirtagangga 3 Palastanlagen, die alle in großen tropischen Gartenanlagen liegen und mit unzähligen Brunnen und Wasserspielen ausgestattet sind. Wir können uns sehr gut vorstellen, wie hier die letzten Könige unter der Sonne Balis ein fürstliches Leben führen konnten, bevor Indonesien von den Holländern zur Kolonie erklärt wurde.

Das Schönste jedoch ist, dass wir uns heute auch ein wenig wie 2 Könige fühlen dürfen, denn wir übernachten im Tirta Ayu Hotel, das auf dem Gelände des Wasserpalastes liegt. So können wir nicht nur einen fürstlichen Bungalow genießen sondern haben die Anlage nach der abendlichen Schließung und früh am Morgen fast für uns allein.

Diesen Luxus gibt es aber nur für eine Nacht, denn Morgen geht es für uns schon wieder weiter, diesmal hinauf in die Berge von Bali….


22.-24. JULI 2015 - MUNDUK UND OPFERGABEN AM TEMPELSEE

Munduk im zentralen, vulkanischen Hochland von Bali gelegen, erreichen wir nach ca. 5 Stunden Fahrt zunächst die Küste entlang und dann über unzählige Serpentinen und Bergkämme.

Der Ort selber ist sehr klein und verschlafen und erstreckt sich entlang eines steilen Berghangs mit traumhafter Aussicht bis hinaus zum Indischen Ozean. Auch unser Hotel verfügt über eine solche Hanglage und wir können von unserer Terrasse mal wieder unglaubliche Sonnenuntergänge genießen. Allerdings haben wir auch den letzten und untersten Bungalow, was jedes Mal 168 steile Stufen zum Restaurant bedeutet, aber das abendliche Bier will sich ja auch verdient werden.

Auch hier haben wir einen lokalen Guide „Daddy“, der den Schalk faustdick hinter den Ohren sitzen hat und uns bei einem abwechslungsreichen und vor allem witzigen Treck durch die Täler um Munduk begleitet. Neben viel tropischem Dickicht gibt es hier vor allem 2 imposante Wasserfälle zu entdecken.
Mal wieder völlig durchgeschwitzt, so kann man sich auch die Saunabesuche sparen, besuchen wir eine einheimische Familie und die Herrin des Hauses weiht uns in die Kunst der Opfergaben-Erstellung ein. Leider sind unsere europäischen dicken Finger nicht so geschickt im Umgang mit Bambus und Blüten, aber die kleinen von uns erstellten Blumengestecke können sich dann doch sehen lassen.

Mit so schönen Opfergaben im Gepäck statten wir dann einem der bekanntesten balinesischen Tempel dem „Pura Ulundanu Beratan“ einen Besuch ab. In Mitten dieses in einem Vulkansee gelegenen Tempels finden unsere Blumen-Opfer einen würdigen Aufenthaltsort.

Nach einer ereignisreichen Woche, heißt es nun Bye Bye Bali und Welcome to Java…


24. JULI 2015 - BYE BYE BALI AND WELCOME TO JAVA

Nach einer Woche auf der einerseits sehr touristischen, andererseits aber wunderschönen und exotischen Insel Bali, heißt es nun heute Abschied nehmen.

Begrüßt werden wir heute Morgen von unserem Fahrer "Rudi", der uns in der nächsten Woche bis nach Yogyakarta bringen wird. Zunächst geht es in gut 2 Stunden nach Gilimanuk an der "Strait of Bali". An dieser Stelle liegen Bali und Java nur knapp 4 Kilometer auseinander und beim Auffahren auf die Fähre können wir bereits in der Ferne Java erkennen. Diese Fähren haben ihre besten Zeiten wirklich hinter sich und werden teilweise nur noch durch den Rost zusammengehalten. Gut, dass im Zweifelsfall das rettende Ufer in greifbarer Nähe wäre, wobei bei der gräußlichen Karaoke Musik die an Bord gespielt wird uns schon der Gedanke kommt, lieber über Bord zu springen.

Eine Stunde später stehen wir auf Java und hier haben wieder die Moslems und die Minarette die Oberhand. Gut 2 Stunden geht es jetzt noch weiter Richtung Westen, durch viele kleine Dörfer, bis wir am Nachmittag in Kalibaru unser äußerst gemütliches Gästehaus "Rumah Kita" erreichen. Die nächsten 2 Nächte werden wir in dieser liebevoll geführten Herberge mit einem riesigen Garten und Pool verbringen und da heute nichts mehr ansteht haben wir Zeit zum relaxen, lesen, kniffeln ...


24.-26. JULI 2015 - JAVANISCHES LANDLEBEN IN KALIBARU

 

Die Landschaft um Kalibaru ist mal wieder äußerst fruchtbar und durch viele Plantagen geprägt. Somit werden wir auch heute Morgen an einer der ersten und ältesten Plantagen Kalibarus der „Margo Utomo“ abgesetzt. Hier erwartet uns mal wieder ein Lokal-Guide und zunächst geht es durch Kaffee-, Kakao- und Gewürzfelder. Nach kurzer Zeit erreichen wir aber den kleinen Ortskern von Kalibaru selbst und während wir durch die Straßen streifen werden wir immer wieder von den äußerst freundlichen Einheimischen aufgehalten. Während wir unzählige Fotos machen, werden wir immer gefragt, wie wir heißen und woher wir kommen. Schließlich endet unsere Tour zwischen den unglaublich grünen Reisfeldern um Kalibaru, auf den die Bauern mit der Ernte beschäftigt sind.

Nach dem Mittagessen und einer Siesta am Pool unseres Guesthouses gehen wir auf den Vorschlag von unserem Fahrer Rudi ein, ein nahegelegenes Waisenhaus zu besichtigen. Dort angekommen entpuppt sich das ganze Mal wieder als Plantage, aber da die Ausführungen des Besitzers und seiner Mutter sehr informativ sind, stört uns das Ganze wenig. Als uns und einem weiteren holländischen Pärchen dann aber nach dem Rundgang durch den „Show-Garten“ unter dem strengen Regiment des Besitzers und seiner Mutter die Waisenkinder Tänze aufführen müssen, kippt unsere Stimmung doch etwas. Aber damit nicht genug, denn nun werden wir 2 noch mit selbstgebasteltem „Bambusschmuck“ zu den neuen „Dschungel-Prinzen“ gekürt und für die zunächst kostenlose Veranstaltung werden auf einmal p.P. umgerechnet 10€ verlangt. Da wir unserem Unmut ziemlich deutlich Luft machen, kommen wir mit insgesamt 10€ davon!

Auf dem Weg zurück ins Guesthouse haben wir dann zum ersten Mal eine freie Sicht auf den wieder aufgewachten Vulkan Rajung, der munter seine Aschewolken in den Himmel schickt und schon wieder seit 4 Tagen den Internationalen Flughafen auf Bali lahm legt.

Beim Abendessen kommen wir ins Gespräch mit einem holländischen und einem luxemburgischen Pärchen und da der Kühlschrank unserer Gastgeber gut mit Bier und Arak gefüllt ist, klingt der Abend feucht fröhlich aus…


26.-28. JULI 2015 - BRUMMELNDER BROMO

Von Kalibaru geht es weiter in Richtung Westen. Unser Ziel ist ein kleiner Ort, der fast ausschließlich aus Hotels und Guesthouses besteht und das Tor zum „Bromo Teenager National Park“ bildet.

Da heute nichts weiter auf dem Programm steht und uns der letzte Abend ein wenig in den Knochen steckt sind wir froh, als wir „Yoshis“ Hotel erreichen. Wir ruhen uns aus und wärmen uns an Lemmon Ginger Tea, denn wir sind auf knapp 2000 Metern Höhe und daher ist es im Vergleich zu den letzten Wochen recht kühl. Bereits um 21 Uhr verschwinden wir dann auch ins Bett denn die Nacht endet für uns schon wiederum 3 Uhr morgens.

Warm eingepackt bringt uns im Stockdunkeln ein Jeep hinauf zum Eingang in den National Park. Die letzten Meter rauf zum „Sunrise Point“ auf 2700 Metern müssen wir zu Fuß zurücklegen. Die unzähligen geparkten Jeeps lassen nichts Gutes hoffen und wie zu erwarten ist die Plattform für den Sonnenaufgang bereits mehr als gut gefüllt. Da es einige besonders eifrige Fotografen gibt, stehen diese bei den ersten Sonnenstrahlen auf den Begrenzung-Mauern, so dass nun die Sicht völlig versperrt ist. Einige besonders „Gestörte“ klettern sogar in den Stacheldraht-Zaun direkt am Abgrund. Erstaunlicherweise verschwinden viele Tourist gerade als das Morgenlicht, am Schönsten wird und so können wir nun recht ungestört die Aussicht auf die vor uns liegende Mondlandschaft genießen. Im Zentrum dieser Wüste aus schwarzem Sand liegen 3 Vulkane unter Ihnen der immer noch aktive, Rauch ausstoßende Bromo, ein Anblick den wir so schnell nicht vergessen werden.

Wir haben das Glück, dass unser Jeep recht schnell die Serpentinen wieder runterkommt und somit sind wir unter den ersten, die nun den Aufstieg zum Kraterrand des Bromos wagen können. Ziemlich verstaubt und durchgeschwitzt erreichen wir dann nach einer halben Stunde den Rand und haben einen unglaublichen Blick hinein in den Schlund des ständig Schwefelschwaden ausstoßenden Vulkan-Schlunds.

Frisch geduscht nach dem Frühstück werden wir und unser Gepäck wieder in einen Jeep geladen. Nun durchqueren wir in einer atemberaubenden, staubigen und holprigen Fahrt die schwarze Sandwüste des Tengger Nationalparks. Nach 2 Stunden und wieder eine Asphaltstraße unter den Füßen werden wir von Rudi unserem Fahrer aufgelesen, der uns in einer weiteren Stunde nach „Malang“ bringt.

Die ehemalige holländische Kolonialstadt Malang ist heute eine ziemliche unansehnliche Großstadt. Da unser Guesthouse ebenfalls wenig einladend ist, streifen wir durch die Straßen, über den Vogelmarkt und an einigen Moscheen und Kirchen vorbei.

Die Suche nach einem gemütlichen Lokal wird schließlich von unserem Hotel-Portier gerettet und so kann der Abend noch bei Pizza UND einem Bier ausklingen.


28.-31. JULI 2015 - YOGYAKARTA, DER SULTAN UND DIE TEMPEL

Wir machen uns weiter auf den Weg in Richtung Westen und legen eine Zwischenübernachtung in Sukuh ein. Das Dörfchen liegt an den Hängen des Zentral-Javanischen Hochlands und ist mit seiner üppigen Vegetation, der absolute Gegensatz zur Mondlandschaft des Bromo und der hektischen Großstadt Malang.

Unser Ziel ist das noch heute autonome Sultanat „Yogyakarta“. Doch bevor wird dieses erreichen, gibt es noch so einiges auf dem Weg zu entdecken.
So statten wir dem Sultanspalast von Surakarta einen Besuch ab, in dem noch heute der Sultan mit seinem Harem lebt. Allerdings hat er im Gegensatz zum autonomen Yogyakarta keine politische Macht mehr, da er sich vor der Unabhängigkeit Indonesiens auf die Seite der holländischen Besatzer gestellt hatte.

Kurz vor den Toren nach „Yogya“ wie das Sultanat im Volksmund genannt wird, liegt die Tempelanlage von „Prambanan“. Obwohl es um kurz nach 14 Uhr bei knapp 40 Grad mit Sicherheit besseres zu tun gäbe, begeben wir uns in diese größte hinduistische Tempelanlage Südostasiens. Leider wurden die Türme der Anlage bei einem Erdbeben im 16. Jahrhundert stark zerstört, aber durch den Schutz der UNESCO werden diese bis heute detailgetreu wieder aufgebaut.

An unserem ersten Morgen in Yogya starten wir bereits um 4.30 Uhr zu einem Ausflug vor die Tore der Stadt. Dort erwartet uns der unter dem Schutz der UNESCO stehende Tempel von Borobudur. Der Borobudur ist eines der wenigen buddhistischen Monumente in Indonesien. Der Grundriss ist der eines Mandala und er erhebt sich über insgesamt 11 Etagen, wobei die unteren mit zahlreichen Reliefs versehen sind und die 3 oberen mit kleinen Stupas versehen sind in denen sich Darstellungen Buddhas befinden. Leider ist es ausgerechnet heute Morgen total dunstig und auch generell sind wir uns einig, dass wir schon weitaus beeindruckendere Monumente wie z.B. Angkor gesehen haben.

In Yogya selber erkunden wir den alten Sultanspalast, den Wasserpalast „Taman Sari“ und das Künstlerviertel. Und da heute unser letzter Abend in Indonesien ist, gönnen wir uns eine 2 ½ stündige Massage (für nur 15€) und anschließend ein hervorragendes Abendessen mit Lachs, Pasta und Wein.


31. Juli -01. AUGUST 2015 - DER KREIS SCHLIESST SICH ODER BACK TO HOME

3 Uhr in der Früh und der Wecker klingelt. Aber das eigentlich Schlimme ist nicht, dass wir schon wieder so früh aufstehen müssen, sondern das heute unser letzter Tag in Indonesien ist!!! Wo sind nur die letzten 4 Wochen geblieben?

Zunächst geht es aber mit der Air Asia und etwas Verspätung um 7 Uhr von Yogya nach Denpasar auf Bali. Da wir die Zeit bis zum Weiterflug um 16 Uhr nicht am Flughafen verbringen wollen, starten wir noch zu einer Stadtrundfahrt in Denpasar.

Zurück am Flughafen checken wir dann ein nach Kuala Lumpur und sind wirklich froh, dass der Flughafen auf Bali nach den ganzen Sperrungen durch die Vulkanausbrüche wieder normal geöffnet ist. Da Kuala Lumpur nur ein kurzer Zwischenstopp auf unserem Weg via Abu Dhabi nach Düsseldorf ist, sind wir gar nicht begeistert, dass wir mit gut 45 Minuten Verspätung starten, denn unsere Stunde zum Umsteigen geht somit gegen Null.
Aber diesmal scheint das Glück dann doch auf unserer Seite zu sein, denn obwohl gerade mal 15 Minuten zum Umsteigen verbleiben, bekommen wir unsere Maschine nach Abu Dhabi. Mittlerweile ziemlich übermüdet erreichen wir gegen 23 Uhr Abu Dhabi und von hier geht es nun in weiteren 7 Stunden zurück nach Düsseldorf.

Somit schließt sich nun der Kreis, den wir vor 4 Wochen begonnen haben. Es liegen unglaubliche Abenteuer und unvergessliche Momente in Indonesien hinter uns und was wäre eine Reise ohne Pannen, denn gerade das sind die Ereignisse an die wir uns immer wieder mit einem Lachen erinnern werden.

Und bekanntlich ist „nach einer Reise auch wieder vor einer neuen Reise“ …